from Calypso's garden

Posts tagged ‘Repression’

WIR verhindern Wahlen in Honduras

Ist das nicht schrecklich, was da wieder in Honduras vorgeht? Die armen Menschen in so “unzivilisierten” Ländern… Zuerst ein grausamer Putsch…der einen Präsidenten absetzte, weil er sich zu stark für Alleinerziehende und Hungernde einsetzte… Jetzt Wahlen, die gezwungener Maßen, als Wahl zwischen zwei konservativen Parteien, die Macht der Herrschenden, in diesem Fall die Macht der finanzstärksten Familien stärken musste… Eine Wahl die trotzdem von den USA anerkannt wird…VORSICHT meine lieben MitbürgerInnen! Wir hängen richtig tief mit drin, in Honduras…

Bei Indymedia ist es schon seit einiger Zeit zu lesen. Der Putsch d.h. die Partei der Putschisten in Honduras wurde von der Friedrich-Naumann-Stiftung unterstützt. Die Stiftung “für die Freiheit”, FDP nah. Und jetzt kommt die Krönung, der Deutschlandfunk berichtet, die zweite Partei, die in Honduras zur “Wahl” stand wird unterstützt von… wollt ihr raten? “Politische Kompetenz weltweit” - Der Konrad-Adenauer Stiftung, also CDU… Diese freut sich heut natürlich entsprechend, dass ihr Kandidat, Pepe Lobo, die “Wahl” gewonnen hat…

Mir ist in letzter Zeit ja sowieso ständig übel- aber kriegt mensch da nicht einfach nur das große Kotzen? Entschuldigt die Wortwahl… aber darf das wirklich wahr sein? Klar, da unterstützen unsere Regierungsparteien einfach mal so einen gewaltsamen Umsturz und verhindern demokratische Wahlen - und alles was passiert ist ein kritischer Nebensatz in einem sonst erfreulich kritischen Beitrag im Deutschlandfunk? Bitte lest oder hört den Bericht…

Von der ewigen Zeremonie der Folter

La torturaimage1_2column

… soy una muerta que pudo sobevivir

pero no contó nada

nuevo

que perdió en unos instantes los olores, las lilas, el amarillo,

porque durmió junto a otros cuerpos defecando, muriéndose

de pena y no de miedo,

soy esa que estuvo vendada por un segundo, por un mes

y para siempre

atravesada por la

ceremonia eterna de la

tortura.


Folter

… ich bin eine Tote, die überleben hätte können,

aber sie erzählte nichts

Neues,

in wenigen Minuten verlor sie die Gerüche, den Flieder, das Gelb,

weil sie schlief neben anderen Körpern, die sich einkoteten,

die starben vor Schmerz, nicht aus Angst,

ich bin diese, der man die Augen verband für Sekunden, ein Monat

und für immer,

durchbohrt von der

ewigen Zeremonie der

Folter.


Marjorie Agosín S. 264-265, in: Erna Pfeifer (Hrsg.)(1993): Torturada - von Schlächtern und Geschlechtern; Wiener Frauenverlag, Wien.


…Für fast alle Bereiche der Welt berichtet Amnesty International auch 2009 wieder von Vergehen wie Folter oder anderen grausamen, unmenschlichen oder herabsetztender Behandlung und Bestrafung (vgl. Amnesty International, 2009). Auch die Berichterstattung über die US-Gefängnisse in Guatanamo, Kandahar und anderen Teilen der Welt, sowie die Vorwürfe an die Verbündeten der USA, wie England, Frankreich, Italien und auch Deutschland, mindestens duldende Mitwisser zu sein (vgl. Grey, S.305), haben erneut deutlich gemacht, dass unsere Gesellschaft noch lange nicht über Mittel wie Folter erhaben ist…

Im Vorfeld meiner Bachelorarbeit habe ich mich, sehr knapp, mit Folteropfern und der Bewältigung von Folter auseinandergesetzt. Die Kürze und die Tatsache, dass ich im Angesicht der in zwei Wochen abzugebenden Abschlussarbeit nicht zuviel Energie in einen unbenoteten Leistungsnachweis stecken konnte, steigert das Problem, dass man solchen Grausamkeiten wissenschaftlich kaum gerecht werden kann, nur noch weiter. Aber ich glaube gut recherchiert zu haben und eine schier unerträgliche Menge von Erlebnisberichten vor Augen gehabt zu haben- vielleicht findet der oder die ein oder andere ja doch einen interessanten Gedanken.

Hausarbeit zu Folteropfern (244)

60 Jahre Krieg. Granaten und Prügel für WEHR.lose

Ihr könnt Kriege und das System der Selbstsucht und Ausbeutung, das Kriege verursacht, beenden. Alles was ihr tun müßt, um diese gewaltige Revolution zu vollbringen, ist, euch aufzurichten und die Arme zu verschränken… Helen Keller

Um die 5000 Menschen hatten sich alleine im Strasbourger Camp eingefunden - um klar zu zeigen:

60 Jahre Krieg mit der Nato sind kein Grund zu feiern!

Und während am Samstag, den 04.04. Merkel und Co. sicherlich noch sanft in ihren Hotelbettchen schlummerten, brachen vom Camp die ersten auf. Brachen auf, um sich im Sinne der Bewegungsfreiheit dorthin zu bewegen, wo sie die “Arme zu verschränken” gedachten.

Offensive Übergriffe auf ein Gruppe Clowns am Freitag und Verfolgungen bis auf das Gelände des Camps hatten schon früh klar gemacht: Direkte Wege in die Stadt würde es kaum geben. Die Hubschrauber kreisten mit Suchscheinwerfern über dem Gelände. Unter dem Psychoterror des Rotorenlärms, im Dunkeln, war selbst der einfache Weg ohne direkte Kontakte eine Herausforderung.

Die Sonne ging langsam auf …

morgennebel

Mit sehr verdroßner Gebärde.
Sie treibt in der Tat ein verdrießlich Geschäft -
Beleuchten die dumme Erde!
Hat sie die eine Seite erhellt,
Und bringt sie mit strahlender Eile
Der andern ihr Licht, so verdunkelt schon
Sich jene mittlerweile. Heinrich Heine

Spätestens nach dem ersten melancholischen Seufzen war klar: der “andächtige Morgennebel“, durch den die ersten Sonnenstrahlen am Flußbett brechen wollten, verdunkelte uns gleichzeitig als dunkles Omen den Tag.

Continue reading ‘60 Jahre Krieg. Granaten und Prügel für WEHR.lose’ »